zurück

Spiegeltherapie und Mentales Training in der Rehabilitation

15
16.05.2020
Bad Elster
Johannesbad Akademie GmbH
120,00 Euro inkl. Skript

Spiegeltherapie ist eine relativ einfach anwendbare Therapiemethode, bei der Patienten vor einem parallel zu ihrer Körpermitte angeordneten Spiegel sitzen, der den direkten Blick auf die betroffene Extremität verhindert. Beim Blick in den Spiegel entsteht für Patienten der Eindruck von zwei intakten
Extremitäten. Diese visuelle Täuschung wird therapeutisch eingesetzt, um positive Effekte auf die Motorik, Wahrnehmung oder Schmerzen der Betroffenen zu bewirken. Die Spiegeltherapie wird bei verschiedenen Krankheitsbildern eingesetzt. Hierzu gehören der Schlaganfall, Phantomschmerzen nach Amputationen, das komplexe regionale Schmerzsyndrom und andere chronische Schmerzsyndrome. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse werden innerhalb des Seminars ebenso besprochen wie die praktische Umsetzung der Therapie. Zusätzlich wird eine innovative Erweiterung der klassischen Spiegeltherapie in Form einer Tele-Spiegeltherapie vorgestellt, über die das Eigentraining der Patienten
besser gesteuert werden kann.

Kursinhalt
•• Praktische Umsetzung der Therapie bei verschiedenen Symptomen
•• Der theoretisch-wissenschaftliche Hintergrund der Spiegeltherapie
•• Das Spiegelneuronensystem und seine Bedeutung
•• Die Theorie des learned non-use Phänomens ihre Wirkung auf die Spiegeltherapie
•• Die Bedeutung des visuellen Kortex und neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bezug auf die kortikale Repräsentation des Körperschemas
•• Evidenz der Spiegeltherapie: Wie gut sind die klinischen Effekte der Spiegeltherapie wissenschaftlich belegt?
•• Konzept einer neuartigen, innovativen Tele-Spiegeltherapie zur Unterstützung des Eigentrainings der Patienten
•• Geeignete Testverfahren zur Evaluation der Therapie

Ihr Nutzen
Sie erlernen die Anwendung der Spiegeltherapie nach Schlaganfall, bei Neglectpatienten oder Thalamussyndrom. Weiterhin eignen Sie sich Anwendungsmöglichkeiten bei Phantomempfindungen, bei Amputationen, beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) oder bei peripheren Überempfindlichkeiten nach chirurgischen Eingriffen an.

Zielgruppe
Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Ärzte, Neuropsychologen

Fortbildungspunkte/Unterrichtseinheiten
10

Kursleitung 
André Böttner,
Ergotherapeut, Dozent Spiegeltherapie und Neurofeedback

Jetzt anmelden